Deine Wegbegleitung

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wegbegleitungSeit 1991 lebe ich Vegetarisch.

2012 wurde ich Veganerin.

Warum ich Vegan lebe? Auf der Seite “Vegan – ich hab’s getan” habe ich es beschrieben:

Es war einmal, vor 23,5 Jahren…
Als Teenie war ich ein fleischfressender Dinosaurier!
Ich hatte Übergewicht und kaufte mir von meinem
Taschengeld (!) Schnitzel, Steaks und Karbonaden.
4 täglich Fleisch und Wurst!

Mit 17 J. sah ich dann eine TV-Doku über die Transporte und Verladung von Kühen. Sie haben geweint. Geschrien.
Sie hatten Angst.
Schwachen Kühen wickelte man Ketten um die Hörner und zog sie daran hoch.
Die Hörner rissen ab und sie fielen viele Meter in die Tiefe. Blieben mit gebrochenen Becken liegen.

1 Monat habe ich mich in den Schlaf geweint. Und muss auch heute noch
weinen. Tiere und besonders Kühe mochte ich schon immer. Warum ich
damals nie vorher auf die Idee kam, dass es den Tieren auf meinem Teller
nicht gut gehen kann, ist mir ein Rätsel… Traurig.

Ich wurde dann aber an dem Tag von Heute auf Morgen Vegetarier. Meine
Mutter hat geflucht! Sie hatte grad am Tag das ganze Qual-Fleisch
eingekauft: Riesen-Salami, Putenbrust, Karbonade und und und.
Eine ganze Wochenration!

Das es dann leider noch mal 22 Jahre gedauert hat bis ich Vegan wurde, ist
genauso gruselig!
Ich futterte mich mit Milchprodukten auf 114KG (Kleidergröße 50).
Zu guter Letzt – in meiner Hochphase von Eis, Käse, Sahne und Joghis – bekam
ich 2010 einen Bindegewebs-Krebs im Speckgürtel. Seltene Krebsart, tödlich -
aber streut so gut wie nie. Glück gehabt!
Kam aber wohl vom tierischen Eiweiß und Zucker.

2012 lernte ich dann im LL-Urlaub meinen Mann kennen, der auf einem Milchviehhof zur
Miete wohnt. Den Tieren geht es “gut”. Sie dürfen im Sommer raus, die Bäuerin (eine Minga-Britschen), haut dann auch nur manchmal mit einem Stock auf die letzte Kuh, die ja die Anderen eh nicht überholt, weil Kühe ihre Rangordnung haben.
Im Winter stehen sie dicht an dicht in Anbindehaltung im Stall und tippeln von
einem Bein auf’s Andere oder liegen auf Beton mit dünner Einstreu.

Habt ihr mal 6 Monate auf einer Stelle verbracht?

Die Kälber stehen mit abgebrannten Hörnern und knurrenden Mägen in
Einzelboxen draußen vor dem Stall, während sie auf die Schlachtreife
warten…
Wenn sie Glück haben werden sie auf dem Hof geschlachtet. Dann sind sie wenigstens betäubt.

Das war dann der nächste und BESTE Schritt:
VEGAN – NUR SO GEHT ES. Alles andere bedeutet Leid.

Mein Mann hat die Diskussionen auf dem Hof satt und schaut sich nach einer
anderen Wohnung um. Der Bauer vermeidet es, mir über den Weg zu laufen.

Und die Minga-Britschen?
Der haue ich eines Tages auch einen Stock über :)

 

Beste Grüße,

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